Anwenderbericht: Klinikum Ingolstadt, LabCentre

Durchlaufzeiten und Kosten im Labor gesenkt

Das Klinikum Ingolstadt führt rund 2,2 Millionen Analysedienste pro Jahr durch. Mit der Einführung des Laborinformationssystems LabCentre wurden die Durchlaufzeiten und Kosten drastisch reduziert.

Das Institut für Laboratoriumsmedizin am Klinikum Ingolstadt führt ca. 2,2 Millionen unterschiedliche Analysedienste pro Jahr durch. 34 Mitarbeiter verarbeiten 300.000 Analysen aus der Mikrobiologie,1,8 Millionen aus der klinischen Chemie und 60.000 Blutbankanalysen. Als unverzichtbarer hausinterner Dienstleister ist die Laboratoriumsmedizin für 60 bis 70% der Diagnoseergebnisse eines Falls verantwortlich.

Da das Klinikum seine Ausgaben senken musste, war Prof. Dr. Johannes Aufenanger, Leiter des Instituts für Laboratoriumsmedizin am Klinikum Ingolstadt, auf der Suche nach einer Lösung, um den Turnaround von Laboranalysen zu verbessern und gleichzeitig Kosten zu reduzieren. In der Vergangenheit waren Laborergebnisse von morgens genommenen Proben erst am späten Nachmittag verfügbar. Oft sah der behandelnde Arzt den Befund erst am nächsten Morgen, wodurch kostbare Zeit vergeudet wurde, bevor mit der Therapie begonnen werden konnte.

Prof. Dr. med. Johannes Aufenangers- In Prof. Dr. med. Johannes Aufenangers Labor werden Arbeitsabläufen von einem modernen Labor-Informationssystem unterstützt - © i-SOLUTIONS Health Marketing
In Prof. Dr. med. Johannes Aufenangers Labor werden Arbeitsabläufen von einem modernen Labor-Informationssystem unterstützt

Die Herausforderung

Um eine schnelle Verfügbarkeit und Genauigkeit von Ergebnissen zu gewährleisten und dabei gleichzeitig die Betriebskosten zu reduzieren, führte Prof. Aufenanger ein digitales Labor ein. Mit dem LIS LabCentre inklusive der Module Klinisches Labor, Blutbank und Mikrobiologie erfolgt die Erstellung von Anforderungen, ihre Bearbeitung und die Übertragung der Ergebnisse durchweg elektronisch. Dabei ermöglicht die standardisierte grafische Benutzeroberfläche aller Programmmodule eine äußerst einfache und flexible Bedienung. Prof. Aufenanger war von Anfang an von der Kompetenz der i-SOLUTIONS Health-Mitarbeiter beeindruckt. „Die Umstellung erfolgte an einem Wochenende. Am Sonntagnachmittag war alles fertig. Das war eine Sensation“, schwärmt er.

Labor - Bereits nach wenigen Minuten sind erste Untersuchungsdaten online auf den Stationen verfügbar - © i-SOLUTIONS Health Marketing
Bereits nach wenigen Minuten sind erste Untersuchungsdaten online auf den Stationen verfügbar

Die Lösung

Bei der elektronischen Anforderung einer Laboranalyse auf Station fragt das System die notwendigen Parameter ab. Erst wenn alle benötigten Informationen eingegeben wurden, kann die Anforderung gesendet werden. Unmittelbar danach startet der Ausdruck der Barcodeaufkleber für die Probenröhrchen. Auf diesen Aufklebern ist angegeben, welches Röhrchen für die einzelnen Proben zu verwenden ist. So wird das Risiko einer Verwechslung verringert. Sollten weitere Untersuchungen erforderlich sein, weiß das System auch, ob diese weiteren Analysen anhand der bereits eingeschickten Proben durchgeführt werden können. Dies erleichtert dem Stationspersonal die Arbeit erheblich.

Plausibilitätsregeln im System wurden erstellt, so dass jedes Ergebnis überprüft werden kann. Verletzen Resultate diese Regeln, schickt das System eine Meldung, und Laborassistenten oder gegebenenfalls ein Labormediziner kontrollieren die Analysedaten vor der Freigabe. „Je offener ein Laborsystem ist, umso besser muss man die eigene Organisation kennen. Wir haben die Chance genutzt und unsere Prozesse analysiert sowie die Arbeitsabläufe optimiert“, erklärt Prof. Aufenanger. Da der Arbeitsablauf sich in unterschiedlichen Laboren jeweils anders gestaltet, werden an die Parametrierbarkeit von Laborinformationssystemen extrem hohe Anforderungen gestellt. Das Labormanagementsystem nimmt dem Team Routinearbeiten ab und schafft Raum für schwierigere Fälle.

Der Mehrwert

Mit LabCentre konnte Prof. Aufenanger die Probendurchlaufzeiten drastisch verkürzen. Bereits nach wenigen Minuten sind erste Untersuchungsdaten online auf den Stationen verfügbar. Die Software ermöglicht es dem Stationspersonal, über das Kliniknetzwerk den Weg der Proben und den Analyseprozess zu verfolgen und sofort nach der Analyse erste Ergebnisse einzusehen. Die mittleren Turnaround-Zeiten für das Klinische Labor betragen weniger als 40 Minuten, für Immunologie und Infektionsserologie weniger als 1 Stunde. Bei dringenden Analysen kann ein Blutbild innerhalb von zwei Minuten erstellt werden.

Das Ingolstädter Laborteam ist mit LabCentre in der Lage, den Ärzten eine Vielzahl an Zusatzinformationen zu bieten. Mit einem Mausklick erhält der Arzt Expertenwissen zu Indikation, Grenzwerten, eventuellen Störgrößen, der Häufigkeit von Untersuchungen, zur Interpretation oder zu den Kosten. So kann der Arzt noch am selben Tag eine effektive Behandlung einleiten und dadurch die Genesung des Patienten beschleunigen. Er kann sich die Entwicklung mehrerer Messwerte auch parallel über einen längeren Zeitraum grafisch anzeigen lassen und bekommt so den Erfolg der Therapie klar dargestellt. Vom digitalen Labor des Klinikums Ingolstadt profitiert jedoch nicht nur die Klinik selbst. Prof. Aufenangers Laborkompetenz nehmen auch vier externe Krankenhäuser sowie einige niedergelassene Praxen in Anspruch. Sie sind über VPN-Leitungen (Virtual Private Network) sicher an das Klinikum Ingolstadt angeschlossen und erhalten in kurzer Zeit hochwertige Analyseergebnisse für ihre Patienten.

LabCentre Broschüre

Erfahren Sie in unserer Broschüre alles über effizientes Labormanagement mit LabCentre.

Info & Beratung LabCentre

Telefon: +49 2327 568-220
Telefax: +49 2327 568-532
E-Mail: lc-vertrieb@i-solutions.de

 

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