Anwenderbericht: Katholisches Krankenhaus St. Johann Nepomuk Erfurt, ClinicCentre

Digitale Patientendokumentation für ein voll digitales Krankenhaus

Das Krankenhausinformationssystem ClinicCentre bildet mit apenio die gesamte interdisziplinäre Patientendokumentation ab. - Das KIS ClinicCentre bildet mit apenio die gesamte interdisziplinäre Patientendokumentation ab.
Das KIS ClinicCentre bildet mit apenio die gesamte interdisziplinäre Patientendokumentation ab.

Das Katholische Krankenhaus (KKH) St. Johann Nepomuk in Erfurt setzt mit i-SOLUTIONS Health ein breit angelegtes Digitalisierungsprogramm um. Ziel ist es, innerhalb weniger Jahre weitgehend mobil und papierlos zu arbeiten.

Seit vielen Jahren setzt das KKH St. Nepomuk in Erfurt auf IT-Lösungen der i-SOLUTIONS Health GmbH. Neben dem KIS ClinicCentre ist das ERP-System BusinessCentre und das LIS LabCentre im Einsatz. Im Jahr 2015 wurde ein breit angelegtes Digitalisierungsprojekt im Umfang von rund zwei Millionen Euro angestoßen, um die Digitalisierung über diese Lösungen hinaus weiter in Richtung eines papierlosen Krankenhauses voranzutreiben. Herzstück ist das i-SOLUTIONS Health KIS ClinicCentre mit der tief integrierten Lösung für Patientendokumentation apenio von atacama Software, die in engem Zusammenspiel die gesamte interdisziplinäre Patientendokumentation nahtlos abbilden.

Tiefe Integration ins KIS als Grundvoraussetzung

Dr. med. Martin Krajci und - Dr. med. Martin Krajci und
Julia Wetzl vor dem mobilen Wagen
Dr. med. Martin Krajci und
Julia Wetzl vor dem mobilen Wagen

„Was uns vor allem fehlte, war die Digitalisierung der unmittelbaren Patientenversorgung“, betont Sven Kordon, Leiter der Abteilung Operatives Projektmanagement am KKH. Dazu war es erforderlich, eine WLAN-Infrastruktur aufzubauen und alle Stationen mit mobilen Terminals für Ärzte und Pflege auszustatten. Als es nach an die Auswahl der IT-Lösung ging, wurde zunächst ein Projektteam gebildet, geleitet von Sven Kordon und seiner Kollegin Julia Wetzl. An dem Team waren jeweils ein ärztlicher und ein pflegerischer Vertreter aus der Psychiatrie, der Inneren Medizin und den operativen Fächern beteiligt, außerdem Vertreter der Technik und der EDV-Abteilung.

Insgesamt haben sich die Mitarbeiter des KKH ein knappes Dreivierteljahr im Markt umgesehen. Installationen in Referenzhäusern wurden in Augenschein genommen, Nutzer in anderen Einrichtungen befragt und nach „Hands-on-Sessions“ ein Meinungsbild der Praktiker eingeholt. Am Ende gab es eine klare Präferenz für eine Erweiterung des bestehenden KIS ClinicCentre um die Lösung für Patientendokumentation apenio von atacama.

Mehrere Kriterien waren maßgeblich für diese Entscheidung. „Zum einen war eine tiefe Integration ins KIS für uns eine Grundvoraussetzung. Denn wir wollten eine gesamthafte Patientendokumentation für Ärzte und Pflege ohne Medienbrüche und Anbindung eines externen Moduls über eine Schnittstelle“, so Kordon. „Wichtig war außerdem, dass die Software unsere Pflegeprozesse unterstützt.“

Automatisierte Dokumentation optimiert Erlöse ohne Zusatzarbeit

Die IT-Lösung sollte zum einen sowohl die medizinische als auch pflegerische Dokumentation abbilden können. Zum anderen sollte den Mitarbeitern die Arbeit dadurch erleichtert werden, dass bestimmte abrechnungsrelevante Dokumentationsschritte automatisiert werden. „Wir wollten so wenig Doppelabfragen wie möglich, und die Software ist in diesem Punkt wirklich gut aufgestellt. Die Mitarbeiter werden von zusätzlichen administrativen Eingaben weitgehend entlastet“, betont Wetzl. Beispielhaft nennt sie die automatische Codierung von pflegerischen Nebendiagnosen, die durch die Software vorgenommen wird: „Diese Codierungen sind bei einer unvollständigen Papierdokumentation oft nicht möglich bzw. werden so von den Kostenträgern im Rahmen der MDK-Prüfungen nicht anerkannt, was unmittelbare Auswirkungen auf die Erlöse hat. Durch die Software lassen sich die tatsächlich geleisteten Behandlungen besser abbilden und die Erlöse konsequenter einfahren.“ Nicht zuletzt wird der Zugriff für das Medizin-Controlling besser.

Neben der Erlösoptimierung ist die Steigerung der Dokumentationsqualität für Dr. med. Martin Krajci, Leiter des Medizinmanagements am KKH, einer der wichtigsten Fortschritte, den die digitale Dokumentation mit sich bringt. „Jeder kann, egal wo er ist, zu jeder Zeit auf die gleichen Dokumente zugreifen. Das ist ein enormer Gewinn.“ Von medizinischer Seite stellt Krajci vor allem die elektronische Arzneimittelverordnung als erheblichen Nutzen heraus: „Die Patientensicherheit erhöht sich durch die elektronische Unterstützung deutlich.“ Einer der Gründe ist, dass sich die Krankenhausapotheke sehr viel enger einbinden lässt. Der Apotheker sieht am Computer, was verordnet wurde und kann gezielt auf Station gehen, um bestimmte Medikamentenkombinationen gemeinsam mit den behandelnden Ärzten zu besprechen.

Sven Kordon, Julia Wetzl und Dr. med. Martin Krajci - Das Projektteam: Sven Kordon, Julia Wetzl und Dr. med. Martin Krajci
Das Projektteam: Sven Kordon, Julia Wetzl und Dr. med. Martin Krajci

Zügiger Rollout von Chirurgie bis Psychiatrie

Mit dem Verlauf des Umstellungsprojekts auf die neue Lösung sind die Erfurter bisher hoch zufrieden: „Die Zusammenarbeit mit i-SOLUTIONS Health ist gut“, unterstreicht Sven Kordon. Nach der Vertragsunterzeichnung im Dezember 2015 begann die Umstellung der Unfallchirurgie im Sommer 2016. Im September 2016 folgten die Allgemeinchirurgie und die Viszeralchirurgie, im November 2016 dann die Gynäkologie.

„Durch die Standardpflegepläne der neuen IT-Lösung lassen sich besonders die operativen Fächer gut abbilden“, erläutert Kordon. Erste Rückmeldungen der Anwender bestätigen, dass das Vorgehen richtig war: „Eine Oberärztin hat zum Beispiel ausdrücklich die Übersichtlichkeit der Fieberkurve gelobt. Das zeigt, dass sich die Mediziner eine bessere Dokumentation wünschen und Verbesserungen auch wahrnehmen.“ Bei den operativen Stationen will das KKH natürlich nicht stehenbleiben: Im Frühjahr 2017 ist die Umstellung der Inneren Medizin geplant, jeweils simultan auf den beiden kardiologischen und gastroenterologischen Stationen. Im Herbst 2017 folgt dann die Psychiatrie.

Digitalisierung KKH Erfurt

Weitere Digitalisierungsschritte bereits in Planung

Erledigt sind die Arbeiten am Projekt „Digitalisierung KKH Erfurt“ mit der Einführung der Patientendokumentation noch nicht. Es gibt eine Reihe anderer Teilprojekte, die auch noch in Angriff genommen werden wollen. So soll die gesamte technische Kommunikation auf IP-Telefonie umgestellt werden. Alle Mitarbeiter werden dann über ein eigenes Smartphone verfügen, mit dem sie auf klinische Daten zugreifen. Über die eigene apenio-App können dann Wunden für die Dokumentation abfotografiert oder Vitalzeichen und Leistungsnachweise dokumentiert werden.

Auch bei Patientenaufklärung, Arztbriefschreibung und Befunderstellung stehen weitere Digitalisierungsschritte an. Die OP-Dokumentation soll digitalisiert werden, ebenfalls unter Einsatz einer Lösung von i-SOLUTIONS Health. Und nicht zuletzt will man die sektorübergreifende Kommunikation angehen, inklusive Einweiserportal und digitale Sprechstunde. Die Geschäftsführung des KKH Erfurt stehe all dem nicht nur offen gegenüber, sondern sei ein aktiver Treiber. „Für das Überleben eines Krankenhauses ist entscheidend, dass es zukunftsfähig ist“, glaubt Kordon. „Die Entwicklung hin zur digitalen Gesellschaft ist nicht aufzuhalten, und auch Krankenhäuser müssen sich da positionieren.“

Katholisches Krankenhaus St. Johann Nepomuk, Erfurt

Zahlen und Fakten

  • Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung
  • knapp 430 Betten
  • 800 Mitarbeiter
  • Träger: Katholische Hospitalvereinigung Thüringen gGmbH
  • 16000 stationäre Patienten
  • knapp 30000 ambulante Patienten
  • Größte klinische Abteilung: Psychiatrie
  • Schwerpunkte: Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Gastroenterologie und Kardiologie
  • Eigene Pflegeschule mit rund 80 Auszubildenden

"Eine tiefe Integration ins KIS war eine der Grundvoraussetzungen. Denn wir wollten eine gesamthafte Patientendokumentation für Ärzte und Pflege ohne Medienbrüche."

Sven Kordon, Projektleiter des Katholischen Krankenhauses St. Johann Nepomuk

Anwenderbericht Katholisches Krankenhaus St. Johann Nepomuk in Erfurt

Fast Fact

Hier können Sie den ausführlichen Anwenderbericht als PDF-Datei herunterladen.

Info & Beratung ClinicCentre

Telefon: +49 2327 568-210
Telefax: +49 2327 568-532
E-Mail: cc-vertrieb@i-solutions.de

Folgen Sie uns!

Follow Us on Twitter Follow Us on LinkedIn Follow Us on XING